Kosten
11
 Min. Lesezeit

Abnehmspritze Männer: Kosten und Erstattung

Verfasst von
Bolt Med
Veröffentlicht
25.10.2026
Zuletzt aktualisiert
02.11.2026
Behandlungen zur Gewichtsabnahme
Mounjaro
GLP-1 / GIP
Mounjaro
Preise ab
229,00 €
Erfahren Sie mehr über Mounjaro
Wegovy
GLP-1
Wegovy
Preise ab
172,73 €
Erfahren Sie mehr über Wegovy

Abnehmspritze Männer Kosten: Wer als Mann eine medikamentöse Gewichtsbehandlung mit Semaglutid (Wegovy) oder Tirzepatid (Mounjaro) in Betracht zieht, steht schnell vor der Frage, was diese Therapie kostet und wer dafür aufkommt. In Deutschland sind beide Wirkstoffe zentral zugelassen und rezeptpflichtig. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten in der Regel nicht. Dieser Artikel erklärt, wie die Abnehmspritze bei Männern wirkt, welche Preise anfallen, wann eine Behandlung medizinisch sinnvoll ist und welche Nebenwirkungen bekannt sind.

Zusammenfassung: Die Abnehmspritze kostet Männer in Deutschland in der Regel mehrere Hundert Euro monatlich, da die GKV die Kosten für Wegovy und Mounjaro zur Gewichtsreduktion grundsätzlich nicht erstattet.

  • Zugelassene Wirkstoffe zur Gewichtsbehandlung in Deutschland sind Semaglutid (Wegovy) und Tirzepatid (Mounjaro), beide einmal wöchentlich injiziert.
  • Die gesetzliche Krankenversicherung schließt Abnehmspritzen nach Paragraf 34 SGB V als Lifestyle-Arzneimittel vom Leistungskatalog aus.
  • Private Krankenversicherungen können je nach Tarif Kosten übernehmen; eine schriftliche Anfrage vor Therapiebeginn ist empfehlenswert.
  • Häufigste Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, besonders zu Beginn der Behandlung.
  • Die Behandlung ist für Männer mit einem BMI ab 30 kg/m2 oder ab 27 kg/m2 mit gewichtsbedingter Begleiterkrankung zugelassen.
  • Arzneimittel dürfen nur über im BfArM-Register eingetragene Apotheken mit EU-Sicherheitslogo bezogen werden.

Wie funktioniert die Abnehmspritze bei Männern?

Semaglutid und Tirzepatid aktivieren Darmhormon-Rezeptoren, die Hunger, Sättigung und Blutzucker regulieren; geschlechtsspezifische Dosierungsunterschiede sind in der Fachinformation nicht vorgesehen.

Die sogenannte Abnehmspritze wirkt bei Männern über denselben hormonellen Mechanismus wie bei Frauen, nämlich durch die Aktivierung von Rezeptoren für Darmhormone, die Hunger, Sättigung und Blutzucker regulieren. Derzeit sind in Deutschland zwei Wirkstoffe für die Gewichtsbehandlung zugelassen: Semaglutid (Wegovy) und Tirzepatid (Mounjaro). Beide Präparate wurden von der Europäischen Kommission auf Grundlage eines positiven EMA-Gutachtens zentral zugelassen (EMA EPAR/Fachinformation, Abschnitt 4.[1][2]1).

Semaglutid ahmt das körpereigene Hormon GLP-1 nach. Es verlangsamt die Magenentleerung, steigert das Sättigungsgefühl und dämpft den Appetit. Tirzepatid aktiviert zusätzlich den GIP-Rezeptor und greift damit an zwei Stellen des Hormonhaushalts an.[1][5] Beide Wirkstoffe werden einmal wöchentlich unter die Haut injiziert, zum Beispiel in den Bauch, den Oberschenkel oder den Oberarm.[1][2]

Bei Männern gelten dieselben pharmakologischen Grundprinzipien wie bei Frauen. Körpergewicht, Muskelmasse und Körperzusammensetzung können jedoch beeinflussen, wie stark und wie schnell eine Gewichtsreduktion eintritt. Klinische Studien, die in die Zulassungsunterlagen eingeflossen sind, schlossen Männer und Frauen ein; geschlechtsspezifische Dosierungsunterschiede sind in der Fachinformation nicht vorgesehen.[1][2]

Die Behandlung ist stets in ein Gesamtkonzept eingebettet, das eine kalorienreduzierte Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität umfasst. Die Fachinformation (Rote Liste / PharmNet.Bund) betont, dass die medikamentöse Therapie allein keine nachhaltige Gewichtsreduktion ersetzt, sondern diese unterstützt.

Aspekt Mounjaro (Tirzepatid) Wegovy (Semaglutid)
Wirkprinzip GLP-1- und GIP-Rezeptor-Agonist (duale Wirkung) GLP-1-Rezeptor-Agonist
Zugelassene Indikation (Gewicht) Adipositas: BMI ab 30, oder ab 27 mit Begleiterkrankung Adipositas: BMI ab 30, oder ab 27 mit Begleiterkrankung
Dosierung (Startdosis bis Erhaltungsdosis) 2,5 mg wöchentlich, Steigerung bis 15 mg wöchentlich 0,25 mg wöchentlich, Steigerung bis 2,4 mg wöchentlich
Kosten (Selbstzahler, Privatrezept) from £149 per month from £99 per month
GKV-Erstattung zur Gewichtsreduktion Nein, ausgeschlossen nach Paragraf 34 SGB V Nein, ausgeschlossen nach Paragraf 34 SGB V
PKV-Erstattung Tarif- und vertragsabhängig, schriftliche Anfrage empfohlen Tarif- und vertragsabhängig, schriftliche Anfrage empfohlen
Haeufigste Nebenwirkungen Uebelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung (meist zu Beginn) Uebelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung (meist zu Beginn)

Was kostet die Abnehmspritze für Männer in Deutschland?

Die Preise richten sich nach der Arzneimittelpreisverordnung; aktuelle Listenpreise sind direkt in der deutschen Apotheke oder über PharmNet.Bund zu erfragen, da sie sich ändern können.

In Deutschland sind die Apothekenabgabepreise für verschreibungspflichtige Fertigarzneimittel durch die Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) geregelt. Diese Regelung gilt für in Deutschland ansässige Apotheken; für ausländische EU-Versandapotheken gelten die Preisvorschriften des jeweiligen Herkunftslandes, sodass Preise dort abweichen können.

Der Mounjaro-KwikPen ist ein Mehrfachdosis-Pen, der vier Wochendosen enthält. Eine Packung entspricht damit einem Monatsvorrat. Die verfügbaren Wirkstärken in Deutschland umfassen 2,5 mg, 5 mg, 7,5 mg, 10 mg, 12,5 mg und 15 mg. Konkrete Packungsgrößen und aktuelle Listenpreise sollten direkt in der deutschen Apotheke oder über die Produktinformation in der Roten Liste / PharmNet.Bund erfragt werden, da sich Angaben ändern können.

Für Wegovy (Semaglutid) gilt ebenfalls die AMPreisV für in Deutschland ansässige Apotheken. Die Dosierung wird schrittweise gesteigert, beginnend bei 0,25 mg wöchentlich; die in der deutschen Fachinformation (Abschnitt 4.2) genannte Erhaltungsdosis beträgt 2,4 mg wöchentlich. Ob weitere Wirkstärken in Deutschland zugelassen sind, ist der jeweils aktuellen deutschen Fachinformation (PharmNet.Bund / Rote Liste) zu entnehmen, da sich Zulassungen ändern können.

Wer Arzneimittel online bestellen möchte, sollte ausschließlich Apotheken nutzen, die im Versandhandels-Register des BfArM eingetragen sind und das EU-Sicherheitslogo auf ihrer Website tragen. Dieses Logo dient als Legalitätsnachweis und schützt vor gefälschten Produkten. Preisauskünfte erteilt das BfArM-Register nicht; diese sind direkt bei der jeweiligen Apotheke einzuholen. Angebote außerhalb zugelassener Apotheken sind illegal und gesundheitsgefährdend.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Männer?

Die GKV erstattet Wegovy und Mounjaro zur Gewichtsreduktion nicht, da sie nach Paragraf 34 SGB V als Lifestyle-Arzneimittel gelten; Männer tragen die Kosten vollständig selbst.

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt in Deutschland die Kosten für Abnehmspritzen zur Gewichtsreduktion grundsätzlich nicht, weil diese Arzneimittel nach Paragraf 34 SGB V als sogenannte Lifestyle-Arzneimittel vom Leistungskatalog ausgeschlossen sind.[11][12] Das gilt für Männer und Frauen gleichermaßen.

Diese Regelung betrifft Wegovy und Mounjaro, wenn sie zur Gewichtsbehandlung eingesetzt werden. Männer, die diese Präparate nutzen möchten, müssen die Kosten daher vollständig selbst tragen. Das Rezept wird als Privatrezept ausgestellt, und die Abrechnung erfolgt direkt zwischen Patient und Apotheke.

Eine andere Situation besteht, wenn Tirzepatid bei Männern mit Typ-2-Diabetes zur Blutzuckerkontrolle eingesetzt wird. Für diese Indikation hat der G-BA eine Nutzenbewertung durchgeführt.[7][8] Ob die GKV in diesem Kontext erstattet, richtet sich nach der ärztlichen Verordnung innerhalb der zugelassenen Indikation und den geltenden GKV-Richtlinien. Für die Behandlung von Typ-2-Diabetes mit Semaglutid sind in Deutschland andere Präparate zugelassen (Ozempic zur Injektion, Rybelsus als Tablette); Wegovy ist ausschließlich für das Gewichtsmanagement zugelassen.[10][2]

Private Krankenversicherungen (PKV) können Kosten je nach Tarif und Vertrag übernehmen. Männer mit PKV sollten vor Therapiebeginn schriftlich bei ihrer Versicherung anfragen, ob und in welchem Umfang eine Kostenübernahme möglich ist. Eine verbindliche Auskunft gibt nur die jeweilige Versicherung selbst. Der behandelnde Arzt, in der Regel der Hausarzt, kann bei der Antragstellung unterstützen.

Welche Nebenwirkungen sollten Männer kennen und beachten?

Häufigste Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall; schwerwiegende Warnhinweise umfassen Pankreatitis, Gallenblasenerkrankungen und ein erhöhtes Hypoglykämierisiko bei Kombination mit Sulfonylharnstoffen.

Männer, die eine Behandlung mit einer Abnehmspritze erwägen, sollten wissen, dass Magen-Darm-Beschwerden die häufigsten unerwünschten Wirkungen beider zugelassenen Wirkstoffe sind. Laut Fachinformation (Abschnitte 4.4 und 4.8) treten Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Verstopfung besonders zu Beginn der Behandlung und bei Dosissteigerungen auf.[1][2] Diese Beschwerden sind meist vorübergehend.

Darüber hinaus sind folgende Nebenwirkungen und Warnhinweise in der Fachinformation beschrieben:

  • Pankreatitis: Akute Bauchspeicheldrüsenentzündungen wurden unter der Therapie berichtet. Bei anhaltenden starken Bauchschmerzen, die in den Rücken ausstrahlen, sollte sofort der Notruf 112 kontaktiert werden. Bei bestätigter Pankreatitis darf die Behandlung laut Fachinformation nicht wieder aufgenommen werden.

  • Dehydratation und Nierenfunktion: Anhaltende Magen-Darm-Beschwerden können zu Flüssigkeitsverlust führen, der die Nierenfunktion beeinträchtigen kann. Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu achten.

  • Herzfrequenz: Ein leichter Anstieg der Ruheherzfrequenz wurde beobachtet.[1][2]

  • Gallenblasenerkrankungen: Gallensteine und Gallenblasenentzündungen wurden unter der Therapie berichtet.

  • Hypoglykämie bei Kombination mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin: Bei gleichzeitiger Anwendung dieser Arzneimittel ist das Risiko einer Unterzuckerung erhöht. Der verordnende Arzt kann eine Dosisanpassung vornehmen.

  • Aspirationsrisiko bei Narkose oder tiefer Sedierung: Aufgrund der verlangsamten Magenentleerung sollte das Behandlungsteam vor geplanten Eingriffen über die laufende Therapie informiert werden.

  • Diabetische Retinopathie: Bei Männern mit vorbestehender diabetischer Retinopathie kann eine rasche Blutzuckersenkung vorübergehend zu einer Verschlechterung des Augenbefundes führen. Regelmäßige augenärztliche Kontrollen sind in diesem Fall besonders wichtig. Wegovy wird bei unkontrollierter oder instabiler diabetischer Retinopathie nicht empfohlen.[2][19]

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen können in Deutschland dem BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) gemeldet werden. Bei nicht notfallmäßigen, aber dringlichen Beschwerden steht der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 zur Verfügung. Für alle anderen Fragen ist der Hausarzt die erste Anlaufstelle. Männer sollten die Behandlung nicht eigenmächtig abbrechen, sondern Veränderungen ihres Befindens mit dem verordnenden Arzt besprechen.

Wann ist die Abnehmspritze für Männer geeignet?

Die Abnehmspritze ist für Männer mit einem BMI ab 30 kg/m2 oder ab 27 kg/m2 mit gewichtsbedingter Begleiterkrankung geeignet, wenn Lebensstilanpassungen allein nicht ausreichen.

Die Abnehmspritze ist für Männer geeignet, wenn bestimmte medizinische Kriterien erfüllt sind, die in der jeweiligen Fachinformation (Abschnitt 4.1) und den AWMF-S3-Leitlinien zur Adipositastherapie festgelegt sind. Grundsätzlich gilt: Eine medikamentöse Therapie wird erst dann in Betracht gezogen, wenn Lebensstilanpassungen allein nicht ausreichen.

Laut Zulassung sind die Präparate für Erwachsene mit einem Body-Mass-Index (BMI) von mindestens 30 kg/m2 vorgesehen. Männer mit einem BMI ab 27 kg/m2 können ebenfalls behandelt werden, wenn mindestens eine gewichtsbedingte Begleiterkrankung vorliegt, zum Beispiel:

  • Typ-2-Diabetes

  • Bluthochdruck

  • Dyslipidämie (Fettstoffwechselstörung)

  • Obstruktive Schlafapnoe

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die Entscheidung über die Eignung trifft ausschließlich ein Arzt, in der Regel der Hausarzt oder ein Facharzt für Innere Medizin, auf Grundlage einer individuellen Anamnese, körperlichen Untersuchung und Labordiagnostik.

Bestimmte Umstände erfordern besondere Vorsicht oder schließen eine Behandlung aus. Laut den deutschen Fachinformationen (Abschnitt 4.4) wird Wegovy bei schwerer Gastroparese nicht empfohlen; bei Tirzepatid ist bei schweren Magen-Darm-Erkrankungen Vorsicht geboten.[1][2] Weitere Gegenanzeigen und Warnhinweise sind der jeweiligen aktuellen deutschen Fachinformation zu entnehmen, die der verordnende Arzt im Rahmen der Anamnese berücksichtigt.

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft und die AWMF betonen, dass eine medikamentöse Gewichtstherapie immer in ein multimodales Konzept eingebettet sein sollte, das Ernährungsberatung, Bewegungstherapie und gegebenenfalls psychologische Unterstützung umfasst. Männer, die eine solche Behandlung erwägen, sollten zunächst ein ärztliches Gespräch suchen, um Nutzen, Risiken und Alternativen gemeinsam abzuwägen.

Wissenschaftliche Quellen

  1. .
  2. .
  3. .
  4. .
  5. .
  6. .
  7. .
  8. .
  9. .
  10. .
  11. .
  12. .
  13. .
  14. .
  15. .
  16. .
  17. .
  18. .
  19. .
  20. .

Häufig gestellte Fragen

Müssen Männer die Abnehmspritze komplett selbst bezahlen?

Ja, in der Regel müssen Männer die Kosten für Wegovy oder Mounjaro zur Gewichtsreduktion vollständig selbst tragen, da die GKV diese Arzneimittel nach Paragraf 34 SGB V nicht erstattet. Männer mit privater Krankenversicherung sollten vor Therapiebeginn schriftlich bei ihrer Versicherung anfragen, ob eine Kostenübernahme möglich ist.

Welcher Arzt verschreibt Männern die Abnehmspritze?

In der Regel ist der Hausarzt die erste Anlaufstelle; auch Fachärzte für Innere Medizin können die Abnehmspritze verordnen. Die Entscheidung basiert auf einer individuellen Anamnese, körperlichen Untersuchung und Labordiagnostik.

Gibt es Unterschiede bei der Dosierung der Abnehmspritze zwischen Männern und Frauen?

Nein, die deutschen Fachinformationen für Wegovy und Mounjaro sehen keine geschlechtsspezifischen Dosierungsunterschiede vor. Körpergewicht, Muskelmasse und individuelle Verträglichkeit können jedoch beeinflussen, wie schnell eine Gewichtsreduktion eintritt.


Redaktionelle Hinweise

Die medizinischen Informationen auf dieser Seite beruhen auf anerkannten, evidenzbasierten Quellen und werden regelmäßig auf Richtigkeit und Aktualität geprüft. Sie dienen ausschließlich der allgemeinen Information.

Haftungsausschluss

Diese Informationen ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich bei Beschwerden oder Fragen an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder Ihre Apotheke. Diese Seite ist eine Information und kein Angebot: ob eine Behandlung geeignet ist, wird in einer medizinischen Konsultation beurteilt.