Abnehmspritzen im Vergleich: Saxenda, Wegovy
Abnehmspritzen im Vergleich: Wer eine medikamentöse Unterstützung bei der Gewichtsreduktion erwägt, steht vor der Frage, welches der zugelassenen Präparate infrage kommt. In Deutschland sind derzeit drei injizierbare Wirkstoffe zur Gewichtsreduktion zugelassen: Liraglutid (Saxenda), Semaglutid (Wegovy) und Tirzepatid (Mounjaro). Sie unterscheiden sich in Wirkprofil, Dosierungsschema und Zulassungskriterien. Dieser Artikel erklärt, wie die Mittel wirken, für wen sie geeignet sind und was die Behandlung in Deutschland kostet.
Zusammenfassung: In Deutschland sind drei Abnehmspritzen zugelassen: Liraglutid (Saxenda), Semaglutid (Wegovy) und Tirzepatid (Mounjaro), die sich in Wirkprofil, Dosierungsschema und Zulassungskriterien unterscheiden.
- Alle drei Wirkstoffe gehören zur Klasse der Inkretinmimetika und regulieren Appetit und Sättigung über hormonelle Signalwege.
- Tirzepatid (Mounjaro) wirkt als dualer GIP- und GLP-1-Rezeptoragonist, Liraglutid und Semaglutid wirken ausschließlich am GLP-1-Rezeptor.
- Die Behandlung ist laut Fachinformation nur als Ergänzung zu kalorienreduzierter Ernährung und gesteigerter körperlicher Aktivität zugelassen.
- Häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfall; schwerwiegendere Risiken umfassen Pankreatitis und Aspirationsgefahr bei Narkose.
- Gesetzliche Krankenkassen erstatten Abnehmspritzen in der Regel nicht; Ausnahmen gelten bei gleichzeitig bestehendem Typ-2-Diabetes.
- Die Wahl des geeigneten Präparats trifft der behandelnde Arzt auf Basis der individuellen Krankengeschichte und der geltenden Fachinformation.
Table of Contents
- Was sind Abnehmspritzen und wie wirken sie im Körper?
- Welche Abnehmspritzen sind in Deutschland zugelassen?
- Wie unterscheiden sich Wirksamkeit und Anwendung der einzelnen Mittel?
- Für wen kommen Abnehmspritzen laut Leitlinien überhaupt infrage?
- Kosten und Erstattung: Was zahlt die Krankenkasse in Deutschland?
- Scientific References
- Frequently Asked Questions
Was sind Abnehmspritzen und wie wirken sie im Körper?
Abnehmspritzen sind verschreibungspflichtige Inkretinmimetika, die als subkutane Injektion verabreicht werden und über GLP-1- oder GIP-Rezeptoren Appetit und Sättigung regulieren. Sie sind kein Fettverbrenner, sondern reduzieren die Kalorienaufnahme durch verändertes Hunger- und Sättigungsempfinden.
Abnehmspritzen sind verschreibungspflichtige Arzneimittel, die als subkutane Injektion verabreicht werden und über hormonelle Signalwege den Appetit regulieren sowie das Körpergewicht reduzieren. Die derzeit zugelassenen Wirkstoffe gehören zur Klasse der Inkretinmimetika: Sie ahmen körpereigene Darmhormone nach, die nach einer Mahlzeit ausgeschüttet werden.
Der bekannteste Mechanismus betrifft den Glucagon-like Peptide-1-Rezeptor (GLP-1-Rezeptor). GLP-1-Rezeptoragonisten wie Semaglutid binden an diesen Rezeptor und bewirken:
-
Verlangsamung der Magenentleerung, sodass das Sättigungsgefühl länger anhält
-
Reduktion des Appetits über zentrale Signalwege im Gehirn
-
Verbesserung der Insulinausschüttung in Abhängigkeit vom Blutzucker
Tirzepatid wirkt zusätzlich am Rezeptor für das Glucose-dependent insulinotropic Polypeptide (GIP) und ist damit ein dualer GIP- und GLP-1-Rezeptoragonist. Durch diese doppelte Rezeptorbindung werden Stoffwechselprozesse auf zwei Ebenen beeinflusst. Welche klinischen Auswirkungen dies im Einzelfall hat, beurteilt der behandelnde Arzt auf Grundlage der jeweiligen Fachinformation und der individuellen Krankengeschichte.
Wichtig zu verstehen ist, dass diese Arzneimittel keine Fettverbrenner im klassischen Sinne sind. Sie verändern das Hunger- und Sättigungsempfinden so, dass Betroffene weniger Kalorien aufnehmen. Gemäß den Fachinformationen sind diese Arzneimittel stets als Ergänzung zu einer kalorienreduzierten Ernährung und gesteigerter körperlicher Aktivität anzuwenden.
| Merkmal | Saxenda (Liraglutid) | Wegovy (Semaglutid) | Mounjaro (Tirzepatid) |
|---|---|---|---|
| Wirkstoffklasse | GLP-1-Rezeptoragonist | GLP-1-Rezeptoragonist | Dualer GIP- und GLP-1-Rezeptoragonist |
| Injektionsfrequenz | Einmal täglich | Einmal wöchentlich | Einmal wöchentlich |
| Erhaltungsdosis | 3,0 mg täglich | 2,4 mg pro Woche (Erwachsene und Jugendliche); bis 7,2 mg pro Woche (Erwachsene) | Bis zu 15 mg pro Woche |
| Zugelassene Patientengruppen | Erwachsene mit BMI ab 30, oder ab 27 mit Begleiterkrankung | Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren (mind. 60 kg, BMI ab 95. Perzentile) | Erwachsene mit BMI ab 30, oder ab 27 mit Begleiterkrankung |
| Häufige Nebenwirkungen | Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung | Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung; Hinweis auf NAION in Fachinformation Abschnitt 4.4 | Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung |
| Wichtige Warnhinweise | Pankreatitis, Gallenblasenbeschwerden, Aspirationsrisiko bei Narkose | Pankreatitis, diabetische Retinopathie, Hypoglykämie bei Insulinbegleittherapie | Pankreatitis, Gallenblasenbeschwerden, Hypoglykämie bei Insulinbegleittherapie |
| GKV-Erstattung zur Gewichtsreduktion | In der Regel nicht erstattet (Paragraf 34 SGB V) | In der Regel nicht erstattet (Paragraf 34 SGB V) | In der Regel nicht erstattet; Erstattung bei Typ-2-Diabetes nach G-BA-Beschluss möglich |
Welche Abnehmspritzen sind in Deutschland zugelassen?
In Deutschland sind Liraglutid (Saxenda, täglich), Semaglutid (Wegovy, wöchentlich) und Tirzepatid (Mounjaro, wöchentlich) zur Gewichtsreduktion zugelassen. Wegovy ist als einziges Präparat auch für Jugendliche ab 12 Jahren mit Adipositas zugelassen.
In Deutschland sind derzeit drei injizierbare Wirkstoffe mit einer Zulassung zur Gewichtsreduktion verfügbar: Liraglutid (Saxenda), Semaglutid (Wegovy) und Tirzepatid (Mounjaro). Wegovy und Mounjaro wurden von der Europäischen Kommission auf Grundlage eines positiven Gutachtens der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zentral zugelassen. Die verbindlichen Angaben zu Indikationen, Dosierung und Sicherheit sind in den jeweiligen Fachinformationen (Rote Liste / PharmNet.Bund) sowie den EMA-EPAR-Produktinformationen hinterlegt.
Saxenda (Liraglutid) ist ein GLP-1-Rezeptoragonist und wird einmal täglich subkutan injiziert. Die Dosissteigerung erfolgt über fünf Wochen bis zur Erhaltungsdosis von 3,0 mg täglich. Saxenda ist für Erwachsene zugelassen.
Wegovy (Semaglutid) ist ein GLP-1-Rezeptoragonist und wird einmal wöchentlich subkutan injiziert. Die Dosissteigerung erfolgt schrittweise; die zugelassene Erhaltungsdosis beträgt 2,4 mg pro Woche. Gemäß der aktuellen Fachinformation ist in Deutschland auch eine Stärke von 7,2 mg pro Woche verfügbar. Wegovy ist laut EMA-Zulassung nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Jugendliche ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 60 kg und einem BMI oberhalb der altersabhängigen 95. Perzentile zugelassen, sofern die weiteren Kriterien der Fachinformation erfüllt sind.
Mounjaro (Tirzepatid) ist ein dualer GIP- und GLP-1-Rezeptoragonist und wird ebenfalls einmal wöchentlich injiziert. Die Dosissteigerung erfolgt über mehrere Wochen bis zur maximal zugelassenen Dosis von 15 mg pro Woche. Mounjaro ist zur Gewichtsreduktion für Erwachsene zugelassen. Konkrete Angaben zu Packungsgrößen und Pen-Ausführung entnehmen Sie bitte der aktuellen Fachinformation oder fragen Sie in einer Apotheke in Deutschland nach.
Daneben existiert Rybelsus (orales Semaglutid), das ausschließlich für die Behandlung von Typ-2-Diabetes zugelassen ist und nicht zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden darf.[4][11] Retatrutid besitzt derzeit keine Marktzulassung in Deutschland oder der EU und ist ausschließlich im Rahmen klinischer Studien verfügbar.
Wie unterscheiden sich Wirksamkeit und Anwendung der einzelnen Mittel?
Die drei Wirkstoffe unterscheiden sich in Injektionsfrequenz, Dosistitration und Wirkprofil; alle zeigen ein ähnliches Nebenwirkungsprofil mit gastrointestinalen Beschwerden zu Behandlungsbeginn. Schwerwiegende Risiken wie Pankreatitis oder Aspirationsgefahr bei Narkose erfordern ärztliche Aufklärung.
Die zugelassenen Abnehmspritzen unterscheiden sich in Wirkprofil, Dosierungsschema und dem Ausmaß der in klinischen Studien beobachteten Gewichtsreduktion, wobei individuelle Ergebnisse erheblich variieren können. Ein direkter Vergleich der Wirkstoffe sollte stets auf Basis der jeweiligen Fachinformation und unter ärztlicher Begleitung erfolgen.
Anwendungsunterschiede im Überblick:
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Liraglutid (Saxenda): tägliche Injektion, Dosissteigerung über fünf Wochen bis 3,0 mg
-
Semaglutid (Wegovy): wöchentliche Injektion, Dosissteigerung über mehrere Wochen bis 2,4 mg (Erwachsene und Jugendliche) oder 7,2 mg (Erwachsene); das genaue Titrationsschema ist der aktuellen Fachinformation zu entnehmen
-
Tirzepatid (Mounjaro): wöchentliche Injektion, Dosissteigerung über mehrere Wochen bis maximal 15 mg
Hinsichtlich der Verträglichkeit zeigen alle drei Wirkstoffe ein ähnliches Nebenwirkungsprofil: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Verstopfung treten vor allem zu Beginn der Behandlung auf und klingen bei vielen Betroffenen im Verlauf ab.
Schwerwiegendere unerwünschte Wirkungen umfassen laut Fachinformation unter anderem:
-
Akute Pankreatitis und Gallenblasenbeschwerden
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Verschlechterung einer diabetischen Retinopathie bei vorbestehender proliferativer oder präproliferativer Erkrankung
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Nicht-arteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (NAION): Für Semaglutid enthält die Fachinformation (Abschnitt 4.4) einen Hinweis auf Berichte über NAION; Betroffene sollten bei plötzlichen Sehveränderungen umgehend einen Arzt aufsuchen
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Hypoglykämie: Bei gleichzeitiger Anwendung mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen besteht laut Fachinformation ein erhöhtes Hypoglykämierisiko; in diesen Fällen kann eine Dosisanpassung der Begleitmedikation erforderlich sein
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Dehydratation und akute Nierenfunktionsverschlechterung: Anhaltende gastrointestinale Nebenwirkungen können zu Flüssigkeitsverlust führen; die Fachinformationen beider Wirkstoffe enthalten entsprechende Warnhinweise
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Gastroparese: Bei Patientinnen und Patienten mit schwerer Gastroparese ist Vorsicht geboten; die Fachinformationen enthalten hierzu Hinweise in Abschnitt 4.4
-
Aspirationsrisiko bei Narkose oder tiefer Sedierung: Da GLP-1-Rezeptoragonisten die Magenentleerung verlangsamen, weisen die Fachinformationen auf ein mögliches Aspirationsrisiko bei Vollnarkose oder tiefer Sedierung hin; Betroffene sollten das behandelnde medizinische Team vor einem geplanten Eingriff informieren
Bei Auftreten starker Bauchschmerzen, anhaltendem Erbrechen oder plötzlichen Sehveränderungen sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Im Notfall gilt in Deutschland die Rufnummer 112. Unerwünschte Arzneimittelwirkungen können in Deutschland dem BfArM gemeldet werden (www.bfarm.de). Die Wahl des geeigneten Präparats trifft der behandelnde Arzt gemeinsam mit der Patientin oder dem Patienten auf Basis der individuellen Krankengeschichte.
Für wen kommen Abnehmspritzen laut Leitlinien überhaupt infrage?
Abnehmspritzen kommen laut EMA-Zulassung für Erwachsene mit einem BMI ab 30 kg/m² oder ab 27 kg/m² mit gewichtsbedingter Begleiterkrankung infrage, wenn Lebensstilanpassungen allein nicht ausreichten. Die AWMF-S3-Leitlinie betont, dass medikamentöse Therapie stets eine Ergänzung zur multimodalen Basistherapie ist.
Abnehmspritzen kommen laut den Fachinformationen und den Empfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) sowie der AWMF-S3-Leitlinie zur Adipositastherapie nur für bestimmte Personengruppen infrage, bei denen nicht-medikamentöse Maßnahmen allein nicht ausreichend wirksam waren. Die medikamentöse Therapie ist stets eine Ergänzung, kein Ersatz für Lebensstilanpassungen.
Die Zulassungskriterien der EMA sehen für Erwachsene vor:
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Body-Mass-Index (BMI) ab 30 kg/m² (Adipositas), oder
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BMI ab 27 kg/m² in Kombination mit mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung, zum Beispiel Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck oder Dyslipidämie
Für Wegovy (Semaglutid) besteht gemäß EMA-Zulassung zusätzlich eine Indikation für Jugendliche ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 60 kg und einem BMI ab der 95. Perzentile (entsprechend Adipositas nach Altersnorm). Laut Fachinformation soll die Behandlung bei Jugendlichen abgebrochen werden, wenn nach 12 Wochen mit der Erhaltungsdosis von 2,4 mg (oder der maximal verträglichen Dosis) keine Reduktion des BMI-SDS um mindestens 0,2 erreicht wurde.
Die Behandlung soll von einem Arzt eingeleitet und begleitet werden, der die Gesamtsituation der Patientin oder des Patienten beurteilt. Kontraindikationen und Warnhinweise gemäß den deutschen Fachinformationen (Abschnitt 4.3 und 4.4) umfassen unter anderem Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff sowie schwere gastrointestinale Erkrankungen einschließlich schwerer Gastroparese. Schwangerschaft und Stillzeit schließen eine Behandlung aus; Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Therapie eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Die vollständige Liste der Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen ist der jeweiligen Fachinformation zu entnehmen.
Die S3-Leitlinie Adipositas der AWMF (Registernummer 050-001) betont, dass eine multimodale Therapie, bestehend aus Ernährungsberatung, Bewegungstherapie und psychologischer Unterstützung, die Grundlage jeder Adipositasbehandlung bildet. Medikamente werden als ergänzende Option betrachtet, wenn diese Basismaßnahmen nach einem definierten Zeitraum nicht zu einem ausreichenden Therapieerfolg geführt haben. Die Entscheidung trifft der Hausarzt oder ein auf Adipositas spezialisierter Facharzt.
Kosten und Erstattung: Was zahlt die Krankenkasse in Deutschland?
Gesetzliche Krankenkassen erstatten Abnehmspritzen in der Regel nicht, da sie nach Paragraf 34 SGB V als Lifestyle-Arzneimittel gelten. Eine Ausnahme kann bei Typ-2-Diabetes bestehen, wenn die Voraussetzungen des G-BA-Beschlusses erfüllt sind.
In Deutschland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) die Kosten für Abnehmspritzen in der Regel nicht, da Arzneimittel zur Gewichtsreduktion nach Paragraf 34 SGB V als sogenannte Lifestyle-Arzneimittel vom Leistungskatalog ausgeschlossen sind. Betroffene müssen die Kosten daher selbst tragen und benötigen ein Privatrezept.
Die Preise für Abnehmspritzen in Deutschland unterliegen der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV), die den Apothekenabgabepreis einheitlich regelt, unabhängig davon, ob das Arzneimittel auf ein gesetzliches oder privates Rezept abgegeben wird. Preisvergleiche zwischen Apotheken sind daher bei verschreibungspflichtigen Fertigarzneimitteln in Deutschland nicht möglich.
Wer Arzneimittel über eine Versandapotheke bestellt, sollte darauf achten, dass diese im Versandhandels-Register des BfArM eingetragen ist und das EU-Sicherheitslogo auf ihrer Website trägt. Dieses Logo ist anklickbar und führt zur offiziellen Registrierungsseite, was die Echtheit der Apotheke bestätigt.
Eine Ausnahme kann für Patientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes bestehen: Tirzepatid (Mounjaro) und Semaglutid (Ozempic) sind für diese Indikation zugelassen, und die GKV kann die Kosten im Rahmen der Diabetestherapie übernehmen, sofern die Voraussetzungen des jeweiligen G-BA-Beschlusses erfüllt sind. Das IQWiG hat für diese Wirkstoffe in der Diabetesindikation Nutzenbewertungen durchgeführt. Wer Fragen zur Kostenübernahme hat, sollte das Gespräch mit dem Hausarzt suchen und direkt bei der eigenen Krankenkasse in Deutschland nachfragen.
Scientific References
- Mounjaro EPAR – Produktinformation (Tirzepatid).
- Wegovy EPAR – Produktinformation (Semaglutid).
- Saxenda EPAR – Produktinformation (Liraglutid).
- Rybelsus EPAR – Produktinformation (orales Semaglutid).
- PRAC concludes eye condition NAION is a very rare side effect of semaglutide medicines Ozempic, Rybelsus and Wegovy.
- Saxenda® 6 mg/ml Injektionslösung in einem Fertigpen – Fachinformation.
- Mounjaro® Injektionslösung in einem Fertigpen – Fachinformation.
- S3-Leitlinie Prävention und Therapie der Adipositas (Registernummer 050-001).
- Zusammenfassende Dokumentation – Tirzepatid (Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V).
- Dossier zur Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V – Tirzepatid (Modul 2).
- Dossier zur Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V – Semaglutid/Rybelsus (Modul 1).
- Wilding JPH et al. Once-Weekly Semaglutide in Adults with Overweight or Obesity (STEP 1). N Engl J Med. 2021;384:989–1002..
- Jastreboff AM et al. Tirzepatide Once Weekly for the Treatment of Obesity (SURMOUNT-1). N Engl J Med. 2022;387:205–216..
- Lincoff AM et al. Semaglutide and Cardiovascular Outcomes in Obesity without Diabetes (SELECT). N Engl J Med. 2023;389:2221–2232..
Frequently Asked Questions
Welche Abnehmspritze ist in Deutschland am stärksten dosiert?
Tirzepatid (Mounjaro) erreicht die höchste zugelassene Erhaltungsdosis mit bis zu 15 mg pro Woche. Semaglutid (Wegovy) ist für Erwachsene in Deutschland mit bis zu 7,2 mg pro Woche verfügbar; die genauen Dosierungen sind der jeweiligen Fachinformation zu entnehmen.
Kann ich Abnehmspritzen ohne Rezept kaufen?
Nein, alle in Deutschland zugelassenen Abnehmspritzen sind verschreibungspflichtig und dürfen nur auf ärztliches Rezept abgegeben werden. Beim Kauf über eine Versandapotheke sollte diese im BfArM-Versandhandels-Register eingetragen sein und das EU-Sicherheitslogo tragen.
Wie lange muss man Abnehmspritzen nehmen?
Die Behandlungsdauer wird individuell vom Arzt festgelegt und richtet sich nach dem Therapieerfolg sowie der Verträglichkeit. Laut Fachinformation soll die Behandlung abgebrochen werden, wenn nach einem definierten Zeitraum kein ausreichender Gewichtsverlust erzielt wurde.
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