Mounjaro Dosierung Tabelle: Stufenplan
Die Mounjaro Dosierung Tabelle zeigt, wie der Wirkstoff Tirzepatid schrittweise von 2,5 mg bis auf maximal 15 mg pro Woche gesteigert wird. Dieser strukturierte Dosisstufenplan ist in der Fachinformation (Abschnitt 4.2) festgelegt und soll gastrointestinale Nebenwirkungen minimieren. Der Artikel erklärt den vollständigen Stufenplan, den korrekten Injektionsrhythmus, mögliche Nebenwirkungen je nach Dosisstufe sowie wichtige Hinweise zur Zulassung und Erstattung in Deutschland.
Zusammenfassung: Die Mounjaro Dosierung beginnt bei 2,5 mg pro Woche und wird alle vier Wochen stufenweise auf bis zu 15 mg pro Woche gesteigert.
- Tirzepatid ist ein dualer GIP- und GLP-1-Rezeptoragonist, der einmal wöchentlich subkutan injiziert wird.
- Der Stufenplan umfasst sechs Wirkstärken: 2,5 mg, 5 mg, 7,5 mg, 10 mg, 12,5 mg und 15 mg.
- Die Dosiserhöhung erfolgt alle vier Wochen, sofern die aktuelle Stufe gut vertragen wird.
- Häufigste Nebenwirkungen sind gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, besonders während der Eskalationsphasen.
- Mounjaro ist in Deutschland für Typ-2-Diabetes und Adipositas zugelassen, aber für Gewichtsmanagement nicht GKV-erstattungsfähig.
- Bei gleichzeitiger Einnahme von Insulin oder Sulfonylharnstoffen besteht ein erhöhtes Hypoglykämierisiko, das ärztlich überwacht werden muss.
Table of Contents
- Wie wird Mounjaro dosiert und wie sieht der Dosisstufenplan aus?
- Mounjaro Dosierungsschema: Übersicht der Wirkstärken und Stufen
- Wann und wie oft wird Mounjaro injiziert?
- Welche Nebenwirkungen können bei welcher Dosis auftreten?
- Für wen ist Mounjaro in Deutschland zugelassen und verschreibungsfähig?
- Was sollte ich vor dem Beginn der Behandlung mit meinem Arzt besprechen?
- Scientific References
- Frequently Asked Questions
Wie wird Mounjaro dosiert und wie sieht der Dosisstufenplan aus?
Mounjaro startet mit 2,5 mg pro Woche und wird alle vier Wochen schrittweise auf bis zu 15 mg gesteigert. Die Einstiegsdosis dient ausschließlich der Eingewöhnung und hat keine therapeutische Zieldosis-Funktion.
Mounjaro (Wirkstoff: Tirzepatid) wird nach einem festgelegten Stufenplan dosiert, der mit 2,5 mg pro Woche beginnt und schrittweise auf bis zu 15 mg pro Woche gesteigert werden kann. Dieser Eskalationsplan dient dazu, die Verträglichkeit zu verbessern und gastrointestinale Nebenwirkungen zu minimieren. Die Dosiserhöhung erfolgt in der Regel alle vier Wochen, sofern die aktuelle Dosis gut vertragen wird. Diese Angaben entsprechen Abschnitt 4.2 der Fachinformation (PharmNet.Bund / Rote Liste) sowie dem EMA-EPAR für Mounjaro.
Der Wirkstoff Tirzepatid ist ein dualer Agonist an GIP- und GLP-1-Rezeptoren.[1][9] Er ahmt die Wirkung zweier körpereigener Darmhormone nach, die nach dem Essen ausgeschüttet werden, und beeinflusst so Blutzuckerregulation, Magenentleerung und Sättigungsgefühl. Die Kombination beider Rezeptorwirkungen unterscheidet Tirzepatid pharmakologisch von reinen GLP-1-Rezeptoragonisten.
Die Einstiegsdosis von 2,5 mg ist ausschließlich zur Eingewöhnung vorgesehen und hat keine therapeutische Zieldosis-Funktion. Die Erhaltungsdosis richtet sich nach der individuellen Verträglichkeit und dem Therapieziel, das der behandelnde Arzt festlegt. Eine Dosisanpassung sollte stets in Absprache mit dem Arzt erfolgen und niemals eigenständig vorgenommen werden.
In Deutschland ist Mounjaro auf Basis einer Entscheidung der Europäischen Kommission nach positivem EMA-Gutachten sowohl zur Behandlung von Typ-2-Diabetes mellitus als auch zur Gewichtsreduktion bei Erwachsenen mit Adipositas zugelassen.[1][2] Die Fachinformation (Rote Liste / PharmNet.Bund) bildet die verbindliche Grundlage für alle Dosierungsangaben.
Mounjaro Dosierungsschema: Übersicht der Wirkstärken und Stufen
Das Schema umfasst sechs Stufen von 2,5 mg bis 15 mg, jeweils für vier Wochen, beginnend in Woche 1 und endend ab Woche 21 mit der Maximaldosis. Nicht alle Patienten müssen die maximale Dosis von 15 mg erreichen.
Das Dosierungsschema von Mounjaro umfasst sechs Wirkstärken: 2,5 mg, 5 mg, 7,5 mg, 10 mg, 12,5 mg und 15 mg, die jeweils einmal wöchentlich subkutan injiziert werden.[1][4] Die folgende Übersicht zeigt den typischen Stufenplan gemäß Fachinformation (Abschnitt 4.2):
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Wochen 1 bis 4: 2,5 mg einmal wöchentlich (Eingewöhnungsphase)
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Wochen 5 bis 8: 5 mg einmal wöchentlich
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Wochen 9 bis 12: 7,5 mg einmal wöchentlich
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Wochen 13 bis 16: 10 mg einmal wöchentlich
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Wochen 17 bis 20: 12,5 mg einmal wöchentlich
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Ab Woche 21: 15 mg einmal wöchentlich (maximale Dosis)
Die Steigerung auf die nächste Stufe erfolgt jeweils nach vier Wochen, wenn die vorherige Dosis gut vertragen wurde. Treten bei einer bestimmten Stufe ausgeprägte Nebenwirkungen auf, kann der Arzt entscheiden, die Dosiserhöhung zu verzögern oder vorübergehend auf eine niedrigere Stufe zurückzukehren.
Der Mounjaro KwikPen enthält nach Angaben der Gebrauchsinformation vier Wochendosen, sodass eine Packung mit einem Pen in der Regel einer Monatsversorgung entspricht. Jede Injektion beträgt 0,6 ml, unabhängig von der Wirkstärke. Die verschiedenen Wirkstärken sind durch unterschiedliche Pen-Farben gekennzeichnet, um Verwechslungen zu vermeiden. Maßgeblich für Packungsgrößen und Gerätedetails ist die aktuelle Gebrauchsinformation (Packungsbeilage) des in Deutschland abgegebenen Produkts.
Es ist wichtig zu verstehen, dass nicht alle Patienten zwingend die maximale Dosis von 15 mg erreichen müssen. Die individuell geeignete Erhaltungsdosis wird gemeinsam mit dem behandelnden Arzt festgelegt.
| Woche/Phase | Dosis | Häufigkeit | Hinweise |
|---|---|---|---|
| Wochen 1 bis 4 | 2,5 mg | Einmal wöchentlich subkutan | Eingewöhnungsphase, keine therapeutische Zieldosis; dient der Verträglichkeit |
| Wochen 5 bis 8 | 5 mg | Einmal wöchentlich subkutan | Steigerung nur bei guter Verträglichkeit der Vorstufe |
| Wochen 9 bis 12 | 7,5 mg | Einmal wöchentlich subkutan | Bei Nebenwirkungen kann der Arzt die Steigerung verzögern |
| Wochen 13 bis 16 | 10 mg | Einmal wöchentlich subkutan | Individuelle Erhaltungsdosis möglich; nicht alle Patienten müssen weiter steigern |
| Wochen 17 bis 20 | 12,5 mg | Einmal wöchentlich subkutan | Dosisanpassung stets in Absprache mit dem Arzt |
| Ab Woche 21 | 15 mg | Einmal wöchentlich subkutan | Maximale Dosis gemäß Fachinformation (Abschnitt 4.2, PharmNet.Bund/Rote Liste) |
Wann und wie oft wird Mounjaro injiziert?
Mounjaro wird einmal wöchentlich an einem festen Wochentag subkutan in Bauch, Oberschenkel oder Oberarm injiziert. Eine vergessene Dosis wird nur nachgeholt, wenn der nächste Termin noch mindestens drei Tage entfernt ist.
Mounjaro wird einmal pro Woche an einem festen Wochentag subkutan injiziert, wobei der Injektionstag nach Möglichkeit konstant bleiben sollte. Die Injektion kann unabhängig von den Mahlzeiten zu jeder Tageszeit erfolgen. Geeignete Injektionsstellen sind der Bauch, der Oberschenkel oder der Oberarm. Die Injektionsstelle sollte von Woche zu Woche innerhalb dieser Bereiche gewechselt werden (Rotationsprinzip), um lokale Hautreaktionen zu vermeiden.
Falls ein Injektionstermin vergessen wurde, sollte die Injektion so bald wie möglich nachgeholt werden, sofern der nächste planmäßige Termin noch mindestens drei Tage entfernt ist.[1][4] Liegt der nächste Termin in weniger als drei Tagen, wird die vergessene Dosis übersprungen und die Behandlung zum regulären Termin fortgesetzt. Die Dosis sollte niemals verdoppelt werden, um eine vergessene Injektion auszugleichen. Diese Regel entspricht den Angaben in der Gebrauchsinformation (Abschnitt 4.2 der Fachinformation).
Der Mounjaro KwikPen muss vor der ersten Anwendung korrekt vorbereitet werden. Dazu gehört die Sicherheitsprüfung bzw. das Entlüften des Pens gemäß Gebrauchsinformation, das Aufsetzen einer geeigneten Pen-Nadel sowie das Einstellen der Dosis über den Dosierknopf und das Dosierfenster. Die Pen-Nadeln sind nicht im Lieferumfang enthalten und müssen separat beschafft werden. Nach der Injektion wird die Nadel abgeschraubt und sicher entsorgt; der Pen selbst wird für die nächste Wochendosis aufbewahrt. Die genaue Handhabung ist der aktuellen deutschen Gebrauchsinformation zu entnehmen.
Nach der ersten Anwendung kann der KwikPen bis zu 30 Tage bei Temperaturen bis 30 Grad Celsius ungekühlt aufbewahrt werden. Vor der ersten Anwendung muss der Pen im Kühlschrank bei 2 bis 8 Grad Celsius gelagert werden. Nicht verwendete Pens sollten nicht eingefroren werden.
Welche Nebenwirkungen können bei welcher Dosis auftreten?
Gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen treten vor allem während der Dosiserhöhungsphasen auf und klingen nach Dosisstabilisierung meist ab. Bei starken Bauchschmerzen, die in den Rücken ausstrahlen, ist sofort der Notruf 112 zu wählen.
Gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Verstopfung sind die häufigsten Nebenwirkungen von Mounjaro und treten besonders häufig während der Dosiserhöhungsphasen auf. Diese Beschwerden sind in der Regel vorübergehend und klingen nach Stabilisierung der Dosis häufig ab. Der schrittweise Dosisstufenplan ist ausdrücklich darauf ausgelegt, diese Effekte zu mildern.
Weitere Nebenwirkungen gemäß Abschnitt 4.8 der Fachinformation umfassen:
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Häufig: Verminderter Appetit, Sodbrennen, Bauchschmerzen, Reaktionen an der Injektionsstelle (Rötung, Schwellung, Juckreiz), Müdigkeit (Fatigue), Haarausfall
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Gelegentlich: Erhöhte Herzfrequenz
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Klinisch relevant: Akute Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung)
Bei anhaltenden starken Bauchschmerzen, die in den Rücken ausstrahlen können, sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden, da dies auf eine Pankreatitis hinweisen kann. In einem solchen Notfall ist der Notruf 112 zu wählen.
Starke gastrointestinale Nebenwirkungen können zu Flüssigkeitsverlust (Dehydratation) führen, was die Nierenfunktion beeinträchtigen kann. Patienten sollten bei anhaltender Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und bei Bedenken ihren Arzt kontaktieren. Dieser Hinweis entspricht Abschnitt 4.4 der Fachinformation.
Bei Patienten, die gleichzeitig Insulin oder Sulfonylharnstoffe einnehmen, besteht ein erhöhtes Risiko für Hypoglykämien (Unterzuckerung).[1][4] Symptome einer Unterzuckerung sind Zittern, Schwitzen, erhöhte Herzfrequenz und Verwirrtheit.
Vermutete unerwünschte Arzneimittelwirkungen können in Deutschland dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gemeldet werden. Bei Unsicherheiten zu Nebenwirkungen außerhalb eines Notfalls steht der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117 zur Verfügung.
Für wen ist Mounjaro in Deutschland zugelassen und verschreibungsfähig?
Mounjaro ist zugelassen für Erwachsene mit Typ-2-Diabetes sowie für Erwachsene mit einem BMI ab 30 oder ab 27 mit Begleiterkrankung. Für die Adipositas-Indikation übernimmt die GKV die Kosten nicht.
Mounjaro ist in Deutschland auf Basis einer Zulassung der Europäischen Kommission nach positivem EMA-Gutachten für zwei Indikationen zugelassen (Abschnitt 4.1 der Fachinformation): erstens zur Behandlung von Erwachsenen sowie Jugendlichen und Kindern ab 10 Jahren mit Typ-2-Diabetes mellitus als Ergänzung zu Diät und Bewegung, und zweitens zur Gewichtsreduktion und Gewichtsstabilisierung bei Erwachsenen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von mindestens 30 kg/m2 oder ab 27 kg/m2 bei Vorliegen mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung.[1][2]
Mounjaro ist in Deutschland verschreibungspflichtig und kann nur auf ärztliche Verordnung abgegeben werden. Für die Indikation Gewichtsmanagement stellt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in Deutschland keine Kostenübernahme bereit, da Arzneimittel zur Behandlung von Adipositas gemäß Paragraf 34 SGB V als sogenannte Lifestyle-Arzneimittel von der Erstattung ausgeschlossen sind.[10] Patienten müssen die Kosten in diesem Fall selbst tragen (Privatrezept). Bei der Indikation Typ-2-Diabetes kann eine GKV-Erstattung grundsätzlich möglich sein, hängt jedoch von der individuellen Verordnungssituation ab.
Die Nutzenbewertung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist für die Erstattungsfähigkeit im GKV-System in Deutschland maßgeblich. Patienten mit Typ-2-Diabetes, die eine Behandlung mit Mounjaro erwägen, sollten die Erstattungsfrage vorab mit ihrer Krankenkasse und dem behandelnden Arzt klären.
Was sollte ich vor dem Beginn der Behandlung mit meinem Arzt besprechen?
Patienten sollten Vorerkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Begleitmedikamente wie Insulin sowie Schwangerschaft oder geplante Operationen ansprechen. Mounjaro verlangsamt die Magenentleerung und erhöht bei Narkose das Aspirationsrisiko.
Vor Beginn einer Behandlung mit Mounjaro sollten Patienten ihren Arzt umfassend über bestehende Erkrankungen, aktuelle Medikamente und relevante Vorgeschichten informieren, da verschiedene Faktoren die Eignung oder die Dosierung beeinflussen können. Besonders wichtig sind dabei folgende Punkte:
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Vorerkrankungen: Frühere oder bestehende Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis), Erkrankungen der Gallenblase, schwere Magenentleerungsstörungen (Gastroparese) oder schwere Nierenerkrankungen
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Augenerkrankungen: Patienten mit vorbestehender diabetischer Retinopathie sollten dies ansprechen, da eine rasche Blutzuckersenkung vorübergehend zu einer Verschlechterung des Augenbefundes führen kann[1][4]
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Begleitmedikation: Insulin, Sulfonylharnstoffe und andere blutzuckersenkende Mittel können das Hypoglykämierisiko erhöhen; eine Dosisanpassung dieser Medikamente kann erforderlich sein
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Schwangerschaft und Stillzeit: Mounjaro wird während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen; Frauen im gebärfähigen Alter sollten mit ihrem Arzt geeignete Verhütungsmaßnahmen besprechen (Abschnitt 4.[1][4]6 der Fachinformation)
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Geplante Operationen oder Eingriffe in Narkose oder Tiefsedierung: Da Tirzepatid die Magenentleerung verlangsamt, besteht bei Narkose oder Tiefsedierung ein erhöhtes Aspirationsrisiko. Patienten sollten ihren Arzt und das Anästhesieteam vor einem geplanten Eingriff über die Einnahme von Mounjaro informieren (Abschnitt 4.4 der Fachinformation)
Darüber hinaus ist es sinnvoll, realistische Therapieziele zu besprechen und zu verstehen, dass Mounjaro stets als Ergänzung zu einer kalorienangepassten Ernährung und regelmäßiger körperlicher Aktivität eingesetzt wird, nicht als alleinige Maßnahme. Leitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) sowie AWMF-S3-Leitlinien zu Typ-2-Diabetes und Adipositas geben Orientierung zur Indikationsstellung und Verlaufskontrolle. Bei Fragen zur Therapie außerhalb eines Notfalls ist der Hausarzt die erste Anlaufstelle.
Scientific References
- Mounjaro EPAR – Produktinformation (Fachinformation/Gebrauchsinformation, DE).
- Mounjaro EPAR – Arzneimittelübersicht (DE).
- Mounjaro – EPAR-Eintrag (EN).
- Mounjaro® Injektionslösung in einem Fertigpen – Fachinformation.
- Nutzenbewertungsverfahren zum Wirkstoff Tirzepatid (Diabetes mellitus Typ 2, Erwachsene).
- Nutzenbewertungsverfahren zum Wirkstoff Tirzepatid (Diabetes mellitus Typ 2, ≥ 10 bis ≤ 17 Jahre).
- Projekt A26-14 – Tirzepatid (Diabetes mellitus Typ 2 bei Kindern und Jugendlichen).
- Tragende Gründe zum Beschluss – Tirzepatid (D-987).
- Dossier zur Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V – Tirzepatid, Modul 2.
- Verordnungsausschluss von Lifestyle-Arzneimitteln (AM-RL).
- Tirzepatide – a GIP/GLP-1 receptor dual agonist for the treatment of type 2 diabetes (Scheen A, 2025).
- Tirzepatide versus insulin glargine in type 2 diabetes and increased cardiovascular risk (SURPASS-4). Lancet 2021.
- The adverse effects associated with tirzepatide use in patients at increased risk of cardiovascular events: a systematic review with meta-analysis. BMC Medicine 2025.
- Implications of GLP-1 Agonists on Office-Based Sedation and General Anesthesia for Dentistry. Anesthesia Progress 2025.
Frequently Asked Questions
Mit welcher Dosis beginnt man bei Mounjaro und wie lange bleibt man auf jeder Stufe?
Die Behandlung beginnt mit 2,5 mg pro Woche und wird alle vier Wochen um eine Stufe erhöht, sofern die aktuelle Dosis gut vertragen wird. Die maximale Dosis beträgt 15 mg pro Woche und wird frühestens ab Woche 21 erreicht.
Was tun, wenn eine Mounjaro-Injektion vergessen wurde?
Die vergessene Injektion sollte so bald wie möglich nachgeholt werden, sofern der nächste planmäßige Termin noch mindestens drei Tage entfernt ist. Liegt der nächste Termin in weniger als drei Tagen, wird die Dosis übersprungen und die Behandlung regulär fortgesetzt.
Übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für Mounjaro?
Für die Indikation Gewichtsmanagement übernimmt die GKV die Kosten nicht, da Adipositas-Arzneimittel gemäß Paragraf 34 SGB V von der Erstattung ausgeschlossen sind. Bei Typ-2-Diabetes kann eine Erstattung grundsätzlich möglich sein, sollte aber vorab mit der Krankenkasse geklärt werden.
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