Bitterer Geschmack im Mund: Ursachen und Hilfe
Bitterer Geschmack im Mund ist ein häufiges Symptom, das viele Menschen zumindest vorübergehend kennen. Ob nach dem Aufwachen, nach dem Essen oder dauerhaft: Die Ursachen reichen von schlechter Mundhygiene und Sodbrennen über Medikamentennebenwirkungen bis hin zu Erkrankungen der Leber, Galle oder des Nervensystems. Dieser Artikel erklärt, warum ein Bittergeschmack entsteht, welche Erkrankungen dahinterstecken können, wann ein Arztbesuch notwendig ist und was wirklich hilft.
Zusammenfassung: Ein bitterer Geschmack im Mund entsteht durch Störungen der Geschmacksrezeptoren, des Speichels oder der neuronalen Verarbeitung und kann harmlose wie auch behandlungsbedürftige Ursachen haben.
- Häufige Auslöser sind Mundtrockenheit, Zahnfleischentzündungen, gastroösophagealer Reflux, Rauchen und postvirale Dysgeusie nach COVID-19.
- Erkrankungen wie Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus, Sjögren-Syndrom oder das Burning-Mouth-Syndrom können anhaltenden Bittergeschmack verursachen.
- Zahlreiche Medikamente, darunter Antibiotika, ACE-Hemmer und Metformin, führen als Nebenwirkung zu Geschmacksveränderungen (Dysgeusie).
- Gallenflüssigkeit, die bei biliärem Reflux oder Gallenwegserkrankungen aufsteigt, schmeckt intensiv bitter und kann den Mund dauerhaft beeinflussen.
- Hält der Bittergeschmack länger als zwei bis drei Wochen an oder treten Begleitsymptome wie Ikterus oder Gewichtsverlust auf, ist eine ärztliche Abklärung notwendig.
- Die wirksamste Behandlung richtet sich gegen die Grundursache; begleitend helfen gute Mundhygiene, ausreichend Trinken und Rauchstopp.
Table of Contents
- Warum schmeckt es in meinem Mund bitter?
- Welche Erkrankungen können einen bitteren Geschmack auslösen?
- Kann die Leber oder Galle hinter dem bitteren Geschmack stecken?
- Medikamente als mögliche Ursache für Geschmacksveränderungen
- Wann sollte ich wegen eines bitteren Geschmacks zum Arzt gehen?
- Was hilft gegen einen anhaltenden bitteren Geschmack im Mund?
- Scientific References
- Frequently Asked Questions
Warum schmeckt es in meinem Mund bitter?
Bitterer Geschmack entsteht, wenn Geschmacksrezeptoren durch Entzündungen, Speichelveränderungen oder Nervenstörungen aktiviert werden. Häufige Auslöser sind Mundtrockenheit, Reflux, Rauchen und postvirale Dysgeusie.
Ein bitterer Geschmack im Mund entsteht, wenn Geschmacksrezeptoren auf der Zunge oder im Rachen durch chemische Substanzen, Entzündungsprozesse oder Nervensignale aktiviert werden, ohne dass eine entsprechende Nahrungsquelle vorhanden ist. Grundsätzlich unterscheiden Fachleute periphere Ursachen (Veränderungen in Mundhöhle, Speichel oder Schleimhäuten) von zentralen Ursachen (Störungen der neuronalen Verarbeitung im Gehirn oder der zuführenden Nerven). Der Geschmackssinn ist ein komplexes Zusammenspiel aus Rezeptoren, Speichelzusammensetzung und neuronaler Verarbeitung; Störungen an jeder dieser Stellen können zu einem anhaltenden oder wiederkehrenden Bittergeschmack führen.
Häufige alltägliche Auslöser sind:
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Mundtrockenheit (Xerostomie), bei der zu wenig Speichel produziert wird und Stoffwechselprodukte sich im Mund ansammeln[1][11]
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Schlechte Mundhygiene oder Zahnfleischentzündungen (Gingivitis, Parodontitis)
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Sodbrennen und gastroösophagealer Reflux, bei dem Magensäure oder Gallenflüssigkeit in die Speiseröhre und den Rachenraum aufsteigt
-
Rauchen, das die Schleimhäute verändert und die Geschmackswahrnehmung dauerhaft beeinträchtigen kann
-
Postvirale Dysgeusie, zum Beispiel nach einer COVID-19-Erkrankung, bei der Geschmacksstörungen noch Wochen oder Monate nach der akuten Infektion anhalten können[1]
Darüber hinaus spielen hormonelle Veränderungen eine Rolle: Schwangere berichten häufig von einem metallischen oder bitteren Geschmack, insbesondere im ersten Trimester, was auf veränderte Hormonspiegel zurückgeführt wird.[7] Auch Stress und Schlafmangel können über das vegetative Nervensystem die Speichelproduktion und Schleimhautfunktion beeinflussen. In den meisten Fällen ist ein vorübergehender bitterer Geschmack harmlos und verschwindet, sobald die auslösende Ursache beseitigt wird. Hält das Symptom jedoch länger als zwei bis drei Wochen an, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
| Ursache | Typische Begleitsymptome | Häufigkeit | Empfohlene Maßnahme |
|---|---|---|---|
| Mundtrockenheit (Xerostomie) oder schlechte Mundhygiene | Mundgeruch, Zahnfleischbluten, belegte Zunge | Sehr häufig | Mundhygiene verbessern, ausreichend trinken, Zahnarzt aufsuchen |
| Gastroösophagealer Reflux (GERD) oder biliärer Reflux | Sodbrennen, Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl | Häufig | Hausarzt oder Gastroenterologe, Kopf beim Schlafen erhöhen, Refluxauslöser meiden |
| Medikamente (z. B. Metronidazol, Clarithromycin, ACE-Hemmer, Metformin, Lithium) | Metallischer oder bitterer Geschmack, dosisabhängig | Häufig | Kein eigenmächtiges Absetzen; Rücksprache mit Arzt oder Apotheke halten |
| Postvirale Dysgeusie (z. B. nach COVID-19) | Anhaltende Geschmacksstörung ohne aktive Infektion, Wochen bis Monate | Zunehmend bekannt | Hausarzt aufsuchen, spezialisierte Abklärung bei Persistenz über 2 bis 3 Wochen |
| Leber- oder Gallenwegserkrankung (z. B. Gallensteine, Cholezystitis, Leberzirrhose) | Ikterus, dunkler Urin, entfärbter Stuhl, Juckreiz, Oberbauchschmerzen | Seltener, aber klinisch relevant | Zeitnah Hausarzt aufsuchen; bei Fieber und starken Schmerzen: 116117 kontaktieren |
| Neurologische oder systemische Erkrankungen (z. B. Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus, Sjögren-Syndrom) | Allgemeine Dysgeusie, Mundtrockenheit, weitere organspezifische Beschwerden | Selten | Strukturierte ärztliche Abklärung mit Labor und ggf. Bildgebung |
| Hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft, Menopause) oder Burning-Mouth-Syndrom | Brennen oder Bittergeschmack ohne organischen Befund, vor allem bei Frauen | Selten bis gelegentlich | Frauenarzt, Hebamme oder spezialisierte Abklärung (BMS); gesund.bund.de als Informationsquelle |
Welche Erkrankungen können einen bitteren Geschmack auslösen?
Parodontitis, GERD, Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus, Sjögren-Syndrom und das Burning-Mouth-Syndrom gehören zu den häufigsten Erkrankungen, die anhaltenden Bittergeschmack verursachen.
Verschiedene Erkrankungen können einen anhaltenden bitteren Geschmack im Mund verursachen, wobei Erkrankungen der Mundhöhle, des Magen-Darm-Trakts und des Nervensystems besonders häufig beteiligt sind. Eine sorgfältige Ursachensuche ist wichtig, da der Bittergeschmack in manchen Fällen ein Hinweiszeichen auf eine behandlungsbedürftige Grunderkrankung ist.
Erkrankungen der Mundhöhle und Zähne:
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Parodontitis und Gingivitis: Bakterielle Entzündungen des Zahnfleisches produzieren Stoffwechselprodukte, die bitter schmecken
-
Pilzinfektionen (orale Candidiasis): Häufig bei immungeschwächten Personen oder nach Antibiotikatherapie
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Schlecht sitzende Zahnprothesen oder Metallkronen können in seltenen Fällen Korrosionsprodukte abgeben und den Geschmack beeinflussen
Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts:
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Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD): Aufsteigen von Magensäure und Gallenflüssigkeit in den Rachen
-
Helicobacter-pylori-Infektion: Kann Entzündungen der Magenschleimhaut verursachen; ein direkter Zusammenhang mit Bittergeschmack ist möglich, aber nicht gut belegt und gilt als seltene Begleiterscheinung
Neurologische und systemische Ursachen:
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Schädigungen des Nervus facialis oder Nervus glossopharyngeus, etwa nach Operationen oder Infektionen
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Diabetes mellitus: Veränderungen im Stoffwechsel können die Geschmackswahrnehmung beeinflussen
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Niereninsuffizienz: Harnstoffanreicherung im Blut kann zu einem charakteristischen bitteren oder metallischen Geschmack führen[6]
-
Schilddrüsenerkrankungen: Als seltene, unspezifische Ursache einer allgemeinen Dysgeusie beschrieben; ein direkter Zusammenhang mit Bittergeschmack ist nicht gut belegt
-
Sjögren-Syndrom: Diese Autoimmunerkrankung führt zu ausgeprägter Mundtrockenheit und kann dadurch Geschmacksveränderungen verursachen[11][12]
-
Burning-Mouth-Syndrom (BMS): Ein chronisches Brennen oder Bittergeschmack im Mund ohne erkennbare organische Ursache, das vor allem Frauen nach der Menopause betrifft und einer spezialisierten Abklärung bedarf
-
Postvirale Dysgeusie (z. B. nach COVID-19): Kann als eigenständige Ursache auch ohne andere Beschwerden fortbestehen
Auch Infektionen der oberen Atemwege, Nasennebenhöhlenentzündungen (Sinusitis) und Nasenpolypen können durch veränderten Schleimfluss in den Rachenraum einen Bittergeschmack auslösen. Die Diagnose erfordert in der Regel eine strukturierte Anamnese (einschließlich einer vollständigen Medikamentenliste), eine Inspektion der Mundhöhle und des Zahnstatus sowie bei Bedarf eine HNO-ärztliche oder gastroenterologische Beurteilung und gezielte Laboruntersuchungen.
Kann die Leber oder Galle hinter dem bitteren Geschmack stecken?
Ja, biliärer Reflux bei Gallensteinen, Cholezystitis oder nach Gallenblasenentfernung lässt bittere Gallenflüssigkeit in den Rachen aufsteigen. Begleitsymptome wie Ikterus erfordern zeitnahe ärztliche Untersuchung.
Erkrankungen der Leber und der Gallenblase können einen bitteren Geschmack im Mund verursachen, insbesondere wenn Gallenflüssigkeit in den Magen oder die Speiseröhre zurückfließt. Galle enthält Gallensäuren, die von Natur aus intensiv bitter schmecken. Wenn die normale Fließrichtung der Galle gestört ist, kann diese Flüssigkeit aufsteigen und den charakteristischen Bittergeschmack erzeugen.
Bei einem biliären Reflux gelangt Gallenflüssigkeit aus dem Zwölffingerdarm in den Magen und von dort weiter in die Speiseröhre und den Rachen.[15][16] Dies kann bei Erkrankungen wie:
-
Gallensteinen (Cholelithiasis), die den normalen Gallenfluss behindern
-
Entzündungen der Gallenblase (Cholezystitis)
-
Zustand nach Gallenblasenentfernung (Cholezystektomie): Bei einem Teil der Betroffenen kann die veränderte Gallenregulation zu biliärem Reflux führen; dies ist jedoch individuell sehr unterschiedlich und nicht bei allen Operierten der Fall[15][16]
auftreten. Begleitende Symptome wie Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl nach dem Essen, entfärbter Stuhl, dunkler Urin, Juckreiz oder eine gelbliche Verfärbung der Haut und Augen (Ikterus) können auf eine Lebererkrankung oder Gallenwegserkrankung hinweisen und erfordern eine zeitnahe ärztliche Untersuchung. Treten starke Oberbauchschmerzen zusammen mit Fieber oder Schüttelfrost auf, sollte in Deutschland umgehend der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117 kontaktiert werden, da dies auf eine Cholangitis oder andere dringliche Erkrankung hinweisen kann.
Bei Lebererkrankungen wie einer Leberzirrhose oder Hepatitis können Stoffwechselprodukte, die normalerweise von der Leber abgebaut werden, im Blut ansteigen und über den Speichel zu Geschmacksveränderungen führen. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass ein bitterer Geschmack allein kein verlässliches Zeichen einer Lebererkrankung ist. Nur eine ärztliche Untersuchung mit Blutbild und gegebenenfalls Bildgebung kann hier Klarheit schaffen. Betroffene in Deutschland sollten bei Verdacht zunächst ihren Hausarzt aufsuchen.
Medikamente als mögliche Ursache für Geschmacksveränderungen
Antibiotika, ACE-Hemmer, Metformin und Chemotherapeutika können Dysgeusie verursachen. Medikamente nie eigenmächtig absetzen, sondern Rücksprache mit Arzt oder Apotheke halten.
Zahlreiche Medikamente können als Nebenwirkung einen bitteren, metallischen oder veränderten Geschmack im Mund verursachen, was in der Fachinformation der jeweiligen Präparate (abrufbar über PharmNet.Bund oder die Rote Liste) als Dysgeusie oder Geschmacksstörung aufgeführt ist. Dieser Effekt ist häufig dosisabhängig und bildet sich nach Absetzen des Medikaments in der Regel zurück.
Häufig betroffene Wirkstoffgruppen:
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Antibiotika, insbesondere Metronidazol, Clarithromycin und Tetracycline: Diese können direkt über den Speichel ausgeschieden werden und die Geschmacksrezeptoren reizen[2]
-
ACE-Hemmer: Dysgeusie ist vor allem für Captopril gut beschrieben; für andere ACE-Hemmer wie Ramipril oder Lisinopril wird sie in den jeweiligen Fachinformationen als seltene Nebenwirkung aufgeführt[3][4]
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Metformin (bei Typ-2-Diabetes): Kann bei manchen Patienten einen metallischen Geschmack verursachen
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Lithium (Stimmungsstabilisator): Wird über den Speichel ausgeschieden und hinterlässt einen charakteristischen Geschmack
-
Bestimmte Antihistaminika, Antidepressiva und Blutdruckmittel
-
Zinkhaltige Präparate in hoher Dosierung: Hochdosiertes Zink kann selbst Dysgeusie verursachen; zinkhaltige Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht dauerhaft in hoher Dosierung ohne ärztlichen Rat eingenommen werden[1]
Auch Chemotherapeutika führen häufig zu ausgeprägten Geschmacksveränderungen, die die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen können.[17][18]
Wichtig: Medikamente niemals eigenmächtig absetzen, wenn ein Bittergeschmack auftritt. Stattdessen sollte das Gespräch mit dem behandelnden Arzt oder der Apotheke gesucht werden, um gemeinsam zu prüfen, ob eine Dosisanpassung oder ein Wechsel des Präparats möglich und sinnvoll ist. Unerwünschte Arzneimittelwirkungen können in Deutschland dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gemeldet werden, was zur Arzneimittelsicherheit beiträgt.
Wann sollte ich wegen eines bitteren Geschmacks zum Arzt gehen?
Bei Bittergeschmack über zwei bis drei Wochen oder Begleitsymptomen wie Ikterus, starken Oberbauchschmerzen oder Schluckbeschwerden ist eine ärztliche Abklärung notwendig.
Ein bitterer Geschmack, der länger als zwei bis drei Wochen anhält oder von weiteren Beschwerden begleitet wird, sollte ärztlich abgeklärt werden. In den meisten Fällen ist der Hausarzt die richtige erste Anlaufstelle, der bei Bedarf an Spezialisten wie Gastroenterologen, Zahnärzte, HNO-Ärzte oder Neurologen überweisen kann.
Den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117) in Deutschland kontaktieren oder zeitnah zum Arzt gehen, wenn folgende Begleitsymptome auftreten:
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Gelbfärbung der Haut oder Augen (Ikterus)
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Starke Oberbauchschmerzen, besonders nach fettem Essen, oder Oberbauchschmerzen mit Fieber
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Anhaltende Übelkeit und Erbrechen
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Unerklärlicher Gewichtsverlust
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Schluckbeschwerden
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Taubheitsgefühl oder Kribbeln im Gesicht oder an der Zunge
Den Notruf 112 wählen bei plötzlichem Auftreten eines bitteren Geschmacks zusammen mit Brustschmerzen, Atemnot, Lähmungserscheinungen oder Bewusstseinsstörungen, da diese Kombination auf einen medizinischen Notfall hinweisen kann.
Schwangere, die unter anhaltendem Bittergeschmack leiden, können sich in Deutschland an ihre Frauenärztin, ihren Frauenarzt oder ihre Hebamme wenden.
Für die Arztpraxis ist es hilfreich, folgende Informationen vorzubereiten:
-
Seit wann besteht der Bittergeschmack?
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Tritt er zu bestimmten Tageszeiten oder nach dem Essen auf?
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Welche Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel oder Kräutertees werden eingenommen?
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Bestehen Vorerkrankungen wie Diabetes, Nierenerkrankungen oder Magenprobleme?
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Gab es kürzlich eine Infektion (z. B. COVID-19)?
Eine frühzeitige Abklärung ermöglicht es, behandelbare Ursachen rechtzeitig zu erkennen und zu therapieren. Verlässliche Informationen zu Warnzeichen und Selbsthilfemöglichkeiten finden Betroffene in Deutschland auf Portalen wie gesund.bund.de oder patienten-information.de.
Was hilft gegen einen anhaltenden bitteren Geschmack im Mund?
Die Behandlung der Grundursache steht an erster Stelle. Begleitend helfen konsequente Mundhygiene, ausreichend Trinken, Rauchstopp und bei Reflux eine angepasste Ernährung.
Die wirksamste Maßnahme gegen einen anhaltenden bitteren Geschmack im Mund ist die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache, weshalb eine ärztliche Diagnose vor jeder Selbstbehandlung stehen sollte. Dennoch gibt es begleitende Maßnahmen, die das Wohlbefinden verbessern und in vielen Fällen zur Linderung beitragen können.
Mundhygiene und Ernährung:
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Zweimal täglich Zähneputzen, tägliche Verwendung von Zahnseide und regelmäßige professionelle Zahnreinigung
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Zungenschaber verwenden, da sich auf der Zunge Bakterien ansammeln können
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Ausreichend Wasser trinken, um Mundtrockenheit zu reduzieren; die allgemein empfohlene Menge von etwa 1,5 bis 2,0 Litern täglich gilt für gesunde Erwachsene. Bei Herz- oder Nierenerkrankungen sollte die individuelle Trinkmenge in Deutschland mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, da hier ärztlich verordnete Flüssigkeitsrestriktionen bestehen können
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Saure oder sehr fettige Speisen sowie Kaffee und Alkohol meiden, wenn Reflux eine Rolle spielt
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Kaugummi ohne Zucker kann die Speichelproduktion anregen
Lebensstilanpassungen:
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Rauchstopp: Rauchen beeinträchtigt die Schleimhäute und die Geschmackswahrnehmung nachhaltig
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Den Kopf beim Schlafen leicht erhöht lagern, wenn Reflux vermutet wird
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Mahlzeiten nicht zu spät am Abend einnehmen
Bei medikamentös bedingtem Bittergeschmack kann der Arzt prüfen, ob eine Anpassung der Einnahmezeit, eine andere Darreichungsform oder ein alternatives Präparat infrage kommt.
Pflanzliche Mundspülungen oder Hausmittel wie Salbeitee können vorübergehend lindernd wirken, ersetzen jedoch keine ärztliche Behandlung. Wer in Deutschland Fragen zu Symptomen und Selbstbehandlungsmöglichkeiten hat, findet verlässliche Informationen auf Portalen wie gesund.bund.de oder patienten-information.de. Bei anhaltenden Beschwerden bleibt der Hausarzt die wichtigste Anlaufstelle.
Scientific References
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Frequently Asked Questions
Warum habe ich morgens nach dem Aufwachen einen bitteren Geschmack im Mund?
Morgens ist die Speichelproduktion reduziert, sodass sich Bakterien und Stoffwechselprodukte im Mund ansammeln können. Häufige Ursachen sind außerdem nächtlicher Reflux oder schlechte Mundhygiene; regelmäßiges Zähneputzen und ausreichend Trinken helfen oft bereits deutlich.
Kann Stress einen bitteren Geschmack im Mund verursachen?
Ja, Stress und Schlafmangel können über das vegetative Nervensystem die Speichelproduktion verringern und die Schleimhautfunktion beeinträchtigen, was vorübergehend zu einem bitteren oder veränderten Geschmack führen kann. Hält das Symptom länger an, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Wie lange dauert ein bitterer Geschmack nach einer COVID-19-Erkrankung an?
Eine postvirale Dysgeusie nach COVID-19 kann Wochen bis Monate nach der akuten Infektion fortbestehen. Bei anhaltenden Geschmacksstörungen über mehr als zwei bis drei Wochen empfiehlt sich eine Vorstellung beim Hausarzt, der gegebenenfalls an Spezialisten überweist.
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